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Hofsänger

Geschichte der Hofsänger der Weisse Fräck
6x11 Jahre Hofsänger der Weisse Fräck

„Zum Brückenbogen kommen wir,
wir Sänger mit Narr Heil,
das Publikum ihr Narren hier,
hat niemals Langeweil’.“

64 Jahre ist der Text jetzt alt, der noch heute als Zugabe gesungen wird und im dritten Jahr seit Bestehen der Hofsänger von Heinz Ritter getextet und von Fritz Daut arrangiert wurde.

66 Jahre Hofsänger! Wie kam es dazu?
Blicken wir zurück ins Jahr 1950: Heinz Ritter hatte als Mitglied des humoristischen Quartetts der Bad Kreuznacher Liedertafel bei einer Veranstaltung in der Jahnhalle mitgewirkt. Unser unvergessener Friedrich Dhein gab den eigentlichen Anstoß zur Gründung der Gesangsgruppe „Unsere Hofsänger“. Er sagte: „Ei Heinz, du kannsch singe, kannsch Texte mache, hosch e Bruder, der Chorleider is, such der noch e paar annere, die aach singe könne unn schunn honn mer die Hofsänger, die mer bei de Weisse Fräck noch brauche“. Das war sie also, die Geburtsstunde der Hofsänger im Jahr 1950. Der erste Auftritt folgte dann in der Kampagne 1950/51. Die Truppe erfreute sich schon bald einer großen Beliebtheit beim Publikum. Die Anzahl der Sänger, die neu dazukamen, nahm ständig zu. Unter der musikalischen Leitung von Chorleiter Fritz Daut und Paul Ritter wurde die Gruppe bald zum Publikumsliebling. Nach dem Tod von Fritz Daut musste ein neuer Arrangeur gefunden werden, den wir für ein Jahr in Professor Theo Fischer fanden. Ihm folgte mit Fritz Lang ein Vollblutmusiker, der auch gleichzeitig die Einstudierung des Chores übernahm. Im Jahre 1971 übernahm Friedhelm Pfaff als „Maschores“ die Leitung der Hofsänger bis 1988. Ab 1972 übernahm Diplom-Chorleiter Werner Ebeling aus Sprendlingen den Chor und brachte durch seine Arrangements die Gesangsgruppe zu Höchstleistungen. 1974 lag die musikalische Leitung in den Händen von Chorleiter Stauer. Danach folgte im Jahr 1975 Kreis-Chorleiter Peter Nerschbach, des Öfteren assistiert von Günther Sohler, der 1989 die Gruppe übernahm. Von dieser Zeit an wurden die Hofsänger erstmals von einem Team geleitet. Die Organisation übernahmen Mike Förster und Rainer Biernacki. Für Musik und Texte zeichneten Peter Mündnich und Jürgen Mai und später Bernhard Boos verantwortlich. 1992 übernahm Chorleiter Zosel für ein Jahr die musikalische Leitung. Mit Wolfram Gäfgen wurde 1993 ein kompletter Generationswechsel eingeleitet. Mit nur noch 13 Sängern gelang es ihm, wieder einen starken Chor zu präsentieren.

Unvergessene Auftritte, wie z.B. beim Handwerkerball im Kurhaus und Empfang in der Staatskanzlei bei Ministerpräsident Kurt Beck am Fastnachts-Dienstag 1999 zählen zu dieser Ära. 1999 bis 2001 dirigierte der „Virtuose am Schifferklavier“, Richard Dzieciatkowski, die Truppe. 2001, zum 50. Gründungsjahr, erhielt Werner Herges als aktiver Sänger und langjähriges Mitglied den Titel „Ehrenhofsänger“. Danke Werner! Wir „Jungen“ haben viel von Dir gelernt. Dieses Jubiläum nahm auch Friedhelm Pfaff zum Anlass, die „Ehemaligen“, wie z.B. Otti Göbel, der zu den Gründungsmitgliedern zählt, zu reaktivieren. Sie boten ein tolles Programm und fanden ein begeistertes Publikum. 2002 übernahmen Olaf Budde und Hans-Peter Lewisch die Leitung des Chores. Mit ihnen wechselte auch die musikalische Leitung. Der Chor steht fortan unter der Leitung von Andreas Unger der den Chor bis in die Kampagne 2006 leitet.

Neuer Partner ist seit April 2004 Andreas Henschel, der dann mit Peter Lewisch bis 2007 und in den Kampagnen 2010 – 2014 im Leitungsteam aktiv war. In den dazwischen liegenden Kampagnen von 2007-2009 wurde die Truppe wieder von Peter und Olaf geführt. Seit 2014 wird  der Chor von Julian Gampper, Peter Lewisch und Rochus Budde geführt. Letzterer hat waus beruflichen Aktivitäten seine Leitungsfunktion abgegeben. Auch Chorleitertechnisch hat sich viel getan nach Andreas Unger war Burkhardt Hoepp in den Jahren 2007 und 2008 musikalischer Leiter. Der unvergessliche Auftritt als Gallier mit der Bohemien Rhapsodie und ein Auftritt auf der Landesgartenschau am 10.08 2008 fallen in diese Ära. In der Kampagne 2009 hat Andreas Unger neben unserem Aktiven Hofsänger Oliver Boos nochmals die musikalische Leitung übernommen. Er ist der erste Ehrendirigent der Hofsänger
2010 mit Maria Wagner-Herzer stand der Chor erstmals unter einer weiblichen Leitung. Ab der Kampagne 2011 folgte Daniel Zielke als Chorleiter.

In dieser Zeit kam auch der Umzug von unserer bisherigen Probestätten Glaskasten oder Allez Hopp Stubb beim KKC Grün Gelb in den Krug zum Grünen Kranze, in der wir Hofsänger endlich eine „Heimat“ gefunden hatten. Diese Umstände führten dazu, dass der Chor nach vielen musikalischen Wechselbädern nun reif war für einen besonderen hochmotivierten extravaganten teils diktatorischen neuen Chorleiter. Ein weiteres bedeutendes Ereignis der Hofsängergeschichte war das Galakonzert mit den German Tenors in der Pauluskirche. Dieses Ereignis am 9.3 2013 wird wohl jedem der daran mitgewirkt immer in Erinnerung bleiben. (Eine CD und DVD dieses Konzertes kann käuflich erworben werden. Aus beruflichen Gründen, übergibt Daniel den Chor 2014 in die Hände von unserem aktiven Mitsänger Ingolf Kampa, der im Jahr zuvor schon Teilproben übernommen hat, und viele neue Elemente wie Boomwhacker oder Cachon als Begleitung eingeführt hat. Mit Ingolf kann der Chor alle modernen und auch traditionelle Stücke umsetzten. In ihm haben wir einen Allrounder aus eigenen Reihen.

Allen, die heute noch mitwirken und denen, die einmal dabei waren, sei von dieser Stelle aus recht herzlich gedankt. Mögen „Unsere Hofsänger“ noch lange Bestand haben und die Besucher unserer Sitzungen immer wieder begeistern, so wie sie es in der Vergangenheit getan haben.

„Mit meiner Weisheit ist jetzt Schluß,
mein Lied ist jetzt vorbei.
Gott Jokus , dir noch einen Gruß,
ein Hoch der Narretei.“

Ehrenhofsänger:
1. „Erster“ Ehrenhofsänger Werner Herges
2. Friedhelm Pfaff
3. Otto Göbel
4. Peter Mündnich
5. Jupp Cramer
6. Reinhard Biernacki